Kompakte Antworten auf die Fragen, die vor dem Kauf eines Reifenhalters und vor dem Einlagern des zweiten Radsatzes am häufigsten gestellt werden – sortiert nach Themenbereich.
Das hängt daran, was Sie lagern. Kompletträder – Reifen auf der Felge – werden liegend oder hängend gelagert, nicht auf der Lauffläche stehend, weil die Felge die Form hält und das Gummi keine Last tragen muss. Reifen ohne Felge stehen dagegen aufrecht und werden gelegentlich weitergedreht, damit sie keine Standplatten bekommen. Die meisten Halter in diesem Vergleich sind auf Kompletträder ausgelegt: Ein Felgenbaum legt die Räder waagerecht und freischwebend übereinander, sodass sie sich nicht berühren, ein Wand- oder Deckenhalter hängt sie auf. Ein freistehendes Reifenregal nimmt dagegen auch Reifen ohne Felge aufrecht auf; welche Modelle das können, zeigt die Facette „Geeignet für" im Vergleich.
Das Herstellungsdatum steht als vierstellige DOT-Nummer in der Seitenwand – die ersten beiden Ziffern nennen die Woche, die letzten beiden das Jahr. Eine feste Höchstdauer nennen wir nicht, weil sie an Lagerbedingungen und Zustand hängt: Für die Einlagerung zwischen zwei Saisons spielt das Alter keine Rolle, bei mehreren Jahren lohnt der Blick auf feine Risse in Lauffläche und Flanke. Kühl, dunkel und trocken verlängert die nutzbare Zeit, Sonne und Hitze verkürzen sie.
Aus Sicht der Lagerbedingungen spricht nichts dagegen: Ein Keller ist kühl, dunkel und meist trocken und damit günstiger als ein Dachboden, der sich im Sommer aufheizt. Halten Sie Abstand zu Heizung und laufenden Elektromotoren und stellen Sie die Räder nicht auf feuchten Boden. Ob Sie im Keller lagern dürfen, ist eine Frage von Mietvertrag und Brandschutz vor Ort – das beurteilen wir nicht.
Sinnvoll ist es. Steinchen aus dem Profil holen, Bremsstaub und Streusalz abwaschen, danach trocknen lassen – Salzreste greifen die Felge über den Winter an. Auf einem Halter mit gummierter oder kunststoffummantelter Auflage, wie sie mehrere Sets in diesem Vergleich mitbringen, reibt außerdem jedes Sandkorn zwischen Felge und Auflage. Kennzeichnen Sie beim Abnehmen die Einbaulage jedes Rades, sonst raten Sie im Frühjahr.
Das entscheidet der Untergrund, nicht der Halter. In Beton und Vollziegel tragen die beiliegenden Dübel meist; in Hohlziegel-, Lochstein- und Porenbetonwänden sind sie der Punkt, der zuerst nachgibt. In den ausgewerteten Rezensionen ist genau das der häufigste Kritikpunkt über alle Marken hinweg – mehrfach wurden die mitgelieferten Dübel durch stärkere Exemplare ersetzt, bei einem Set lösten zwei von acht aufgehängten Rädern ihre Halterung aus einer Sandsteinwand mit Hohlraum. Welcher Dübel für Ihre Wand zugelassen ist, beurteilt im Zweifel eine Fachkraft vor Ort.
Nur mit Dübeln, die ausdrücklich für Porenbeton zugelassen sind – gängige Spreizdübel finden im weichen Material keinen Halt. Zu einem Set in diesem Vergleich berichtet eine Rezension ausdrücklich, dass die mitgelieferten Dübel für Porenbeton nicht taugten. Rechnen Sie also mit Nachkauf und planen Sie ihn vor der Montage ein, nicht mit vier gebohrten Löchern in der Wand.
Zwei Maße bestimmen die Position: Der Abstand der beiden Halter zueinander muss zum Raddurchmesser passen, und die Höhe sollte so gewählt sein, dass Sie ein Komplettrad noch bequem einhängen – über Schulterhöhe wird das mühsam. Zwei Produkte in diesem Vergleich sind in der Breite verstellbar, eines zwischen etwa 81 und 130 cm, eines zwischen 78,7 und 144 cm; sie nehmen Ihnen die erste Frage teilweise ab. Löcher mit der Wasserwaage anzeichnen, bevor gebohrt wird.
Bei einer beplankten Ständerwand trägt nicht die Platte, sondern nur eine Befestigung in der Unterkonstruktion – und ob ein Ständer genau dort sitzt, wo der Halter hin soll, entscheidet sich vor Ort. Die mitgelieferten Dübel der Sets in diesem Vergleich sind für massive Untergründe gedacht; schon bei Hohlziegelwänden berichten Rezensionen, dass sie nicht ausreichen. Wer die Wand nicht belasten will oder darf, kommt mit einer freistehenden Bauart weiter: Reifenregal und Felgenbaum brauchen kein Bohrloch.
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht: Ein Rad mit Stahlfelge in kleiner Größe wiegt deutlich weniger als ein breites Winterrad auf einer großen Alufelge. Verlässlich wird es nur auf der Personenwaage – ein Rad wiegen, mal vier nehmen. Diese Zahl ist der Maßstab, an dem sich jede Traglastangabe messen lassen muss, und sie ist genauer als jede Faustregel.
Die Angabe ist nur mit ihrem Bezug verwertbar. In diesem Vergleich reicht die Spanne von 25 kg je Halter über 181 kg für ein komplettes Wandregal bis zu 795 kg für ein freistehendes Regal mit drei Ebenen – Zahlen, die ohne ihren Bezug nichts miteinander zu tun haben. Die höchste davon stammt vom leichtesten Regal der Auswahl und findet in dessen Rezensionen keine durchgängige Deckung; eine hohe Zahl ist also auch mit Bezug noch keine Zusage. Rechnen Sie die Angabe auf ein Rad um: Bei einem Set mit 50 kg Traglast je Halter tragen zwei Halter ein Rad – macht 100 kg, mehr als ein Komplettrad wiegt. Mehrere Hersteller nennen ihre Zahl ohne Bezug, also ohne Angabe, ob sie je Halter oder für das ganze Set gilt; wo das so ist, weisen wir es beim Produkt aus.
Das entscheidet die Wand, nicht die Bauart. Ein Wandhalter braucht einen tragfähigen Untergrund und mindestens vier Bohrlöcher – wie viele es werden, hängt vom Modell ab –, gibt dafür die Bodenfläche vollständig frei. Ein freistehendes Reifenregal oder ein Felgenbaum kommt ohne Bohren aus – drei Regale in diesem Vergleich werden per Stecksystem ohne Schrauben aufgebaut, eines laut Hersteller mit einem Gummihammer gefügt, zwei ganz ohne Werkzeug –, belegt dafür Stellfläche. Wer zwei Sätze unterbringt, sieht sich die Regale an: Eines nimmt auf zwei Ebenen bis zu acht Reifen auf, ein zweites acht auf drei Ebenen, das größte zwölf. Auf der Vergleichsseite filtern Sie nach Bauart.
Meist ja – die Grenze ist eher die Reifenbreite als der Felgendurchmesser. Bei den Wandhaltern in diesem Vergleich bestätigen Rezensionen Kompletträder von 16 bis 20 Zoll, darunter breite SUV-Räder. Bei den freistehenden Bauarten steht die Grenze im Datenblatt: ein Felgenbaum ist bis 225 mm Reifenbreite ausgelegt, ein anderer bis 295 mm und laut Hersteller für 16 bis 24 Zoll. Bei einem Regal berichten mehrere Rezensionen, dass die nutzbare Breite enger ausfällt als angegeben – solche Abweichungen stehen bei den Nachteilen des jeweiligen Produkts.
Am meisten holt heraus, wer die Räder vom Boden bekommt. Ein Wandhalter braucht nur die Bautiefe an der Wand, ein Deckenhalter nutzt den Raum über dem Auto, den keine andere Bauart erreicht. Bleiben die Räder am Boden, ist ein Felgenbaum die kompakteste Lösung: Er stellt vier Kompletträder übereinander statt nebeneinander. Ein Regal legt die doppelte bis dreifache Reifenzahl auf dieselbe Stellfläche – je nachdem, ob es zwei oder drei Ebenen hat –, und ein klappbarer Wandhalter aus diesem Vergleich braucht im leeren, eingeklappten Zustand deutlich weniger Bautiefe als ausgeklappt.
Nötig sind sie nicht, praktisch schon: Sie halten Staub und Licht ab und ersparen beim Tragen den Bremsstaub an der Hose. Dem Goodyear Reifenregal in diesem Vergleich liegt eine Kompletthülle über alle Räder bei, die laut Rezensionen leicht überzuziehen ist; für Wand- und Deckenmontage gibt es Einzelhüllen im Zubehörhandel. Wichtiger als die Hülle bleibt der Platz: kühl, dunkel, trocken.
Sie halten die Einbaulage fest – vorne links, hinten rechts und so weiter –, damit beim nächsten Radwechsel jedes Rad wieder an seine Position kommt oder gezielt getauscht wird. Ein Felgenbaum in diesem Vergleich liefert acht solcher Markierer mit, die anstelle der Ventilkappen aufgeschraubt werden. Ein Stück Kreide auf der Lauffläche erfüllt denselben Zweck, hält aber keinen Winter durch.
Das hängt an der Auflage. Mehrere Sets in diesem Vergleich haben gummierte Aufnahmen, einen PVC-Überzug am Haken oder einen werkseitig aufgebrachten Schrumpfschlauch; Felgenbäume legen das Rad auf Kunststoffauflagen. Rezensionen bestätigen den Schutz mehrfach ausdrücklich – zum Schrumpfschlauch merken sie allerdings an, dass er dünn ist und einreißen kann, wenn die Felge über die Kante gezogen wird. Wo die Auflage fehlt oder verschlissen ist, liegt die Felge auf blankem Stahl.
Ausführlicher stehen die Themen in den Ratgebern: Reifen richtig lagern für alles rund um stehend, liegend und Haltbarkeit, Reifenhalter montieren für Untergrund, Dübel und Traglast, Bauarten im Überblick für die Wahl zwischen Wand, Boden und Decke sowie Garage, Keller, Carport für den passenden Lagerort.